Bachelorarbeit von Tim Felix Sievers:

Entstanden in Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der IL Innovationslabor GmbH Berlin.

Thema der Arbeit: „Auswirkung von Innovationsförderung auf den langfristigen Unternehmenserfolg“

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden das Grundgerüst für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Aufgrund der Komplexität des Innovationsprozesses und zahlreichen möglichen Gründen für das Scheitern von Innovationsvorhaben, spielt staatliche Innovationsförderung eine zentrale Rolle. Innovationsförderung soll speziell KMU helfen, Innovationsbarrieren zu überwinden und das Innovationspotenzial von KMU langfristig zu steigern.

Die wissenschaftliche Arbeit „Auswirkung von Innovationsförderung auf den langfristigen Unternehmenserfolg“ analysiert einerseits die Auswirkungen des staatlichen Förderprogramms „KMU-innovativ“ auf den Unternehmenserfolg geförderter KMU. Andererseits wird der Umsetzungsstand des Förderprogramms im Hinblick auf die Erreichung der Ziele von „KMU-innovativ“ und der deutschen Innovationspolitik bewertet. Grundlage dieser Analysen ist eine standardisierte Online-Befragung von 166 Unternehmen, die durch „KMU-innovativ“ gefördert wurden. Die Fragen der Datenerhebung basieren auf fünf übergeordneten Zielen des Förderprogramms „KMU-innovativ“ und der deutschen Förderpolitik. Diese übergeordneten Ziele in Form von Prioritätsachsen sind mit den zugehörigen spezifischen Zielen in folgender Abbildung dargestellt.

Aus den Ergebnissen deskriptiver und regressiver Analysen wird der Umsetzungsstand bewertet und es werden Änderungsnotwendigkeiten mit Umsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung des Förderprogramms „KMU-innovativ“ abgeleitet. Die wesentlichen Befunde der Untersuchung zeigen deutlich, dass bei dem Großteil der untersuchten Ziele des Förderprogramms Änderungsnotwendigkeiten bestehen und Umsetzungsmaßnahmen abgeleitet werden müssen. Vor allem fallen die Wirkungen der Innovationsförderung, beschrieben durch das Konzept der „Additionalität“, auf mittlere Unternehmen erheblich schlechter aus als auf kleine Unternehmen. Neben direkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung des Förderprogramms „KMU-innovativ“ sollen indirekte Maßnahmen die Wirksamkeit von Innovationsförderung erhöhen.


Bachelorarbeit von Yara Frankenstein:

Entstanden in Kooperation mit der HTW Berlin und der IL Innovationslabor GmbH Berlin.

Thema der Arbeit "Vergleichende Analyse wissenschaftlicher und praktischer Leitfäden für technologie- und wissensbasierte Gründungen – am Beispiel der DIN SPEC 91354"

Die Zahl der Startup-Gründungen in Deutschland nimmt stetig zu. Dadurch leisten sie einen zunehmenden Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und fördern Wachstum, Fortschritt und Wettbewerb. Jedoch scheitern 80 % der Startups innerhalb der ersten drei Jahre. Um dem entgegenzuwirken, hat sich eine Gruppe von Experten zusammen-getan, um die DIN SPEC 91354 zu entwickeln, mit dem Ziel, durch Standardisierung des Gründungsprozesses, die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Startups zu erhöhen. Des Weiteren ist der Plan die DIN SPEC 91354 zu einer Norm weiterzuentwickeln.

Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, ob die 2018 veröffentlichte DIN SPEC 91354 im Vergleich zu bestehenden Leitfäden einen höheren Nutzen für eine erfolgreiche Gründung bietet. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt:

F: Ist die DIN SPEC 91354 besser geeignet für erfolgreiche technologie- und wissens-basierte Gründungen als die Vergleichsleitfäden?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird die DIN SPEC 91354 mit vier weiteren Leit-fäden verglichen und mithilfe der Nutzwertanalyse, einer qualitativen Bewertungsmethode, bezüglich ihres Nutzens für eine erfolgreiche Gründung bewertet. Zur Evaluierung wurden die zwei Kategorien Problemlösungsorientierung und Usability (Benutzerfreundlichkeit) der Leitfäden anhand verschiedener Kriterien analysiert.

Aus der Nutzwertanalyse resultierte, dass die DIN SPEC 91354 im Vergleich zu den anderen Leitfäden den geringsten Nutzen zur Unterstützung des Gründungsprozesses bringt. Stellt aber durch ihre abstrakte Art und Weise ein gutes Kontrollinstrument für eine Zertifizierung dar.

Keiner der Leitfäden hat einen Nutzwert von 100% erreicht, demnach können die gewonnen Erkenntnisse mit Folgeforschungen validiert und erweitert werden und darauf basierend ein neuer Leitfaden mit optimalem Nutzen entwickelt werden.